Schon so manche Anreise war bis auf die letzte Minute geplant, aber Nürnberg übertrifft soweit alles, denn diesmal drängt die Zeit wirklich!!
Ich reise von Wien aus mit der Bahn an, der Merch.Lord aus Leipzig und der Rest der Truppe kommt mit dem PERSEPHONE Reisebus der Linie 9-sitzer. Soweit, so gut.
Martin, Holger, Johannes und John machen es sich bereits im schönen Hirsvogelsaal gemütlich, während von mir und dem Lord noch keine Spur zu sehen ist...
In Passau gehen plötzlich die Lichter aus. Der Zug sollte diesen Bahnhof wohl nicht mehr verlassen. Ich sitze 40 Minuten lang ohne jegliche Infos und Strom, dafür aber mit jeder Menge genervter Bahnfahrer, fest. Nach langem Warten vernehme ich, dass wir in einen anderen Zug umsteigen müssen, da die Störung nicht behoben werden kann.
Der Ersatzzug ist allerdings kein ICE, sondern ein Bummelzug. Ankunft ungewiss.
Glück im Unglück ist, dass der Zug zumindest bis nach Nürnberg fährt. Reichlich spät komme ich am Bahnhof an und springe ins nächste Taxi, laufe in den Saal und mache die obligatorischen Soundcheckbilder. Schnell noch 2 Lieder angespielt und schon müssen wir uns umziehen. Alles in Rekordzeit diesmal.
Die Lordschaft ist allerdings immer noch nicht da. Mit einem Wort, ein Desaster! Also versuche ich mich - mittlerweile schweißgebadet - um den Merch.stand zu kümmern, was mich in der Hektik durchaus überfordert, zumal mich bereits neugierige Besucher von den Glaswänden aus beobachten. Die Lordschaft trifft ein. Erleichterung. Na, dann kann`s ja losgehen. Oder doch nicht? - Im neuen Programm betritt Martin zuerst allein die Bühne und beginnt zu spielen, während ich mit den Männern von hinten den Saal betrete und durch das Publikum auf die Bühne schreite.
Martin sitzt also bereits im Saal und beginnt zu spielen... und er spielt und spielt... Nur wir lassen auf uns warten. Grund ist eine verspätete Zuschauerin, die es anscheinend nicht eilig hat in den Saal zu kommen und der das ganze Konzert, wie wir später erfahren, generell zu wenig Mezzosopran beinhaltet hat. Aha.
Sonst ist aber sehr viel, von allem da gewesen bei diesem Konzert, auch wenn die Ankunft diesmal äußerst aufreibend war, fehlt die Konzentration und nötige Ruhe beim Konzert nicht.
Nach dem Auftritt helfen uns netterweise die Verantwortlichen des Hirsvogelsaals alles zu verstauen und so sitzen wir genauso schnell wie wir gekommen sind, auch wieder im Auto. Diesmal komplett.
Als Reiseleiter des Abends und Partyverantwortlicher hat sich Achim von Nightshadow-Fotoart bereit erklärt. Holger und er erkunden schon mal die lokalen Restaurants, während wir im Hotel einchecken, was Holger eindeutig zu lange dauert.
Es folgen bedrohliche Nachrichten die eindeutiges beinhalten: Hungarrrrrr! Nach dem wir in Holgers und Johannes Geburtstag hinein feiern werden, wollten wir ihn nicht zu lange warten lassen. Noch im Lokal ist es soweit, wir stoßen auf die Geburtstagskinder an und lassen sie hochleben. Danach führt uns Achim zur Aftershowparty in einen sehr netten Club. Allerdings war zumindest bei mir nicht mehr soviel mit Party... Der heutige Tag hat mich doch dezent dahin gerafft. Holger versucht wenigstens ein bisschen die PERSEPHONE Partygemeinschaft nicht ganz so armselig aussehen zu lassen, aber nachdem Martin und ich immer tiefer in die gemütlichen Sitzkissen des Clubs sinken, müssen wir uns leider ein allgemeines Scheitern eingestehen - und hoffen auf das Verständnis von Achim.
Sonja