Halbwegs ausgeschlafen machen wir uns auf den Weg in den Frühstücksblock. Strahlender Sonnenschein und königliches Herbstwetter tauchen nun alles doch in ein viel freundlicheres Licht. So können uns auch keuchende Beagles, die sich durch den Park schleppen nicht mehr erschrecken. Das nette Frühstück beflügelt uns, zu einem Spaziergang im wunderschönen Park.
Der See ist ein Traum. Wunderschön. Es kommt uns vor, wie ein Kurzurlaub.
Holger und ich begeistern uns schnell für den riesigen Naturspielplatz, Johannes schlendert im Park umher und dann sehen wir auch noch ein Partyschiff, dessen Besatzung „When The Saints Go Marching In“ anspielt, was wir schließlich als Zeichen für den Aufbruch deuten.
Vorher machen wir aber noch einen kurzen Zwischenstopp auf der Burg, die wir uns auch noch einmal bei Tageslicht und dem herrlichen Wetter anschauen wollten. Der Abschied fällt schwer, aber die Vorfreude auf Wernigerode ist größer und so brechen wir gen Harz auf.
Die Fahrt verläuft sehr entspannt. Diesmal haben wir keine Eile und treffen sogar noch vor der vereinbarten Zeit am Schloss ein.
Kerstin und Christian Juranek sind wie immer liebevoll um unser Wohl besorgt und verwöhnen uns sogar mit einer hausgemachten Torte, die selbst einen sehr erfahrenen Mehlspeisen-Liebhaber wie Holger, bereits nach einem Stück so gut wie außer Gefecht setzt, dafür aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen zurück lässt.
Bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen mit dem Herrn und der bezaubernden Dame des Hauses vergeht die Zeit wie im Flug und wir erinnern uns, dass wir auch noch ein Konzert spielen wollten. Also bauen wir alles in der Schlosskirche auf. Der Aufbau geht sehr schnell, jeder Handgriff sitzt. Ist ja schließlich alles wie immer. Ein PERSEPHONE Heimspiel sozusagen. Aber genau das macht doch wieder ziemlich nervös!
Der Auftritt verläuft sehr zu unserer Zufriedenheit. Das neue Programm kommt sehr gut an und wir fühlen uns auf der „heimischen“ Bühne sichtlich wohl.
Unsere Gastgeber haben im Anschluss wieder ein nettes Zusammensein im Freundeskreis geplant. Die Lordschaft übernimmt den Zapfhahn und zeigt auch da äußerstes Geschick.
Johannes muss leider frühzeitig die Runde verlassen, da er am nächsten Tag weiter zu seiner Familie aufbrechen wollte, um an diversen Feierlichkeiten teilzunehmen. Als wir im Hotel ankommen, ist Johannes bereits weg und auf dem Weg zum Bahnhof. In diesem Sinne... Bis die Tage!
Sonja