Anlass der Feierlichkeiten ist die Wiederauflage unseres bereits seit Jahren vergriffenen Debutalbums „Home“.
Schon 2002 fand das allererste PERSEPHONE Konzert auf Burg Kriebstein statt, deshalb sollte auch unsere Herbsttour, die ganz im Zeichen von „Home“ steht, ihren Anfang in Kriebstein nehmen.
Nachdem wir die Lordschaft in Chemnitz eingesammelt haben, geht es im zügigen Tempo Richtung Kriebstein. Wir verlassen die Zivilisation und fahren kleine Landstrassen mitten im Nirgendwo entlang. Langsam beginnt es dunkel zu werden. Martin und ich versuchen uns zu erinnern:
„Ach ja genau, da haben wir uns schon damals verfahren.“ Einzige Rettung ist Johns Navigationssystem, das sich auch ziemlich schwer tut, uns zur Burg zu lotsen. Die Zeit verrinnt und immer noch keine Burg in Sicht. Schließlich taucht sie doch noch vor uns auf. Geschafft.
Schneider Andy eilt uns bereits entgegen und die Dame des Hauses heißt uns herzlich willkommen. Viel Zeit für überschwängliche Begrüssungen bleibt leider nicht, da so schnell wie möglich sämtliches Equipment die kleine Treppe, die in den Saal führt, hinaufgeschafft werden muss. Nachdem endlich alles am rechten Fleck steht, spielen wir einige Songs des neuen Sets an und besprechen den Ablauf.
Sehr nervös betreten wir pünktlich die Bühne.
Im übrigen gilt meine Bewunderung allen Gästen, die weder Dunkelheit, noch Nebel gescheut haben und so zahlreich erschienen sind!
Die Stimmung während des Konzertes ist faszinierend. Das Publikum lauscht gebannt. Zwischen den Songs herrscht bedrückende Stille. Die neue Setlist und die neuen Elemente der Darbietung kommen gut an und wir werden nach „Coming Home“ mit tosendem Applaus zurück auf die Bühne gebeten.
Wir geben noch eine Zugabe und beschließen somit den äußerst gelungenen Tourauftakt.
Nach dem Konzert folgt Abenteuer zwei: Wer findet das Hotel? Es soll angeblich ganz in der Nähe sein, aber das ist relativ. Zur Sicherheit erkunden wir sämtliche Richtungen, um schließlich festzustellen, dass es so einfach hätte sein können.
In der Dunkelheit wirkt der Gebäudekomplex doch recht unheimlich und hat auch wenig mit den netten Bildern zu tun, die wir auf der Webseite gesehen haben. Und ein See soll da auch sein, aber da wissen ja bereits JANUS zu berichten, dass das nicht immer gut ausgeht. Wir verziehen uns also lieber auf unsere Zimmer und hoffen, dass der neue Tag einen besseren Ausblick auf unsere Situation bringt.
Sonja