Etwas verspätet
machen wir uns auf die Reise zum nächsten Gig.
Irgendwie hat Martin die Abkürzung durch den Timetunel
genommen, so dass wir doch relativ zeitig ankommen.
Da die Seele ja nur so bei 120 km/h mitkommt, kommt
diese so etwa ein-zwei Stunden später dazu...
Das alte Labor- ein recht geräumiger, gemütlicher
Club. Im Schummerlicht sind einige Poster von Alice
Cooper und Sisters of Mercy zu erkennen. Persephone
werden heute Abend Auftakt zur Gothic Tanz Nacht sein.
Wir richten die Bühne her und werden in unserem
recht kleinen „Backstage-Küche-Abstellraum“
mit einem fantastischen Catering beglückt.
Die Veranstalter scheinen wirklich mit dem Herz bei
der Sache zu sein. So dann auch das Publikum, wie sich
herausstellt. Gebannt, teilweise schockiert und auch
heiter folgen sie Sonjas theatralischen Ausflügen
in höchste Höhen und tiefste Abgründe.
Das Publikum ist berauscht und der Beifall klingt nach
dreimal so vielen Besuchern.
Nach Persephone übernimmt recht schnell der DJ.
Die Lautstärke und die elektronischen Klänge
stehen zunächst etwas im Gegensatz zu der Darbietung
zuvor. Doch mit der Zeit tauchen sie langsam auf- die
Fantasiegeschöpfe der Nacht... ein Kunstwerk nach
dem anderen betritt die Tanzfläche. Schwer beeindruckt
und etwas hypnotisiert beginne ich mich im Halbdunkel
mit zu bewegen. Nach ca. 1 –2 Stunden kommen auch
Sonja, Holger und der kleine Lord zu den heftigeren
Klängen dazu. Ich kann nur sagen, dass es krass
ist in der Nähe von Holger zu tanzen. Von Sonja
ist man ja schockierendes gewöhnt. Irgendwie geht
die kurze Tanzeinlage ohne Verletzungen von statten,
so dass wir uns allmählich in Richtung Hotelzimmer
begeben, um den Abend gediegen ausklingen zu lassen.
John
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