Wir genießen
den Sonntagmorgen in aller Gemütlichkeit und treffen
uns zu einem späten Frühstück mit Philipp
von unserem Label und seiner Freundin Katrin. Natürlich
verquatschen wir uns völlig und kommen doch später
als gedacht von Stuttgart los. Zum Glück ist noch
viel Zeit bis zu Konzertbeginn, also haben wir keine
Eile, obwohl Veranstalter Francois sich bereits nach
unserem Verbleib erkundigt.
Im Dynamo werden unsere Instrumente und der restliche
Kram mit einem Lastaufzug nach unten in den Konzertsaal
gebracht. Der Saal erinnert tatsächlich an eine
Höhle oder ein Verlies.
In gewohnter Manier richten wir zuerst die Bühne
ein, aber Mitveranstalterin Jacki hat andere Pläne
mit uns. Wir sollen zuerst zum Abendessen ins Restaurant
gehen, weil sie dort schon alles vorbereitet hat. Das
erklärt auch, warum wir bereits so dringend erwartet
wurden.
Mit voll geschlagenen Mägen geht`s zurück
in die steinige Location und zum eigentlichen Soundcheck,
wobei wir erstmal ausdiskutieren welche Songs wir auf
keinen Fall vor dem Konzert spielen dürfen, weil
sie sonst beim Auftritt schief gehen könnten und
das alles überhaupt Unglück bringt. Dreimal
schwarzer Kater und noch schwärzer gefleckte Kuh!
Schließlich finden wir doch noch mögliche
Lieder, die bei niemandem auf Widerspruch stoßen,
beenden den Soundcheck aber dennoch recht zügig.
Die Blumengirlanden haben auch schon bessere Zeiten
gesehen, aber ich kann sie noch für dieses Konzert
zurechtmachen.
Einem Gerücht zu folge ist das Schweizer Publikum
eher zurückhaltend... Wir können uns bei unserem
ersten Schweiz-Konzert allerdings nicht beklagen, im
Gegenteil. Die Zuschauer sind begeistert und euphorisch
über unsere Darbietung, vor allem weil wir vollkommen
unverstärkt spielen. Und auch wir sind sehr glücklich
und fühlen uns in Zürich sehr willkommen!
Sonja
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