Martin dampft
in der Sauna. Obst und geschmierte Brote verschwinden
in diversen Taschen, das Frühstücksbuffet
ist geplündert. Es kann losgehen.
Gut, dass wir Proviant für die Fahrt dabei haben,
schließlich kann man ja nie wissen. Wissen konnten
wir auch nicht, dass es über Nacht geschneit hat.
Die weißbedeckte Landschaft sehen wir erst auf
dem Weg zum Auto. Schnee!! Ich finde das toll!
Gemächlich machen wir uns auf den Weg nach Stuttgart
– nein, wir haben den Kerzenständer nicht
geholt – und kommen auch sehr früh im Club
Zentral an.
Der Saal ist gut gefüllt als wir unsere „Gemeinschafts-a-capella-version“
von „Strange“ anstimmen. Einzig und allein
die Fotografen ziehen böse Blicke und genervte
„Pschts“ auf sich, da selbst das noch so
leise Klicken beim Abdrücken störend ist.
Uwe von Gothic and Art macht an diesem Abend sehr viele
Bilder und wird von den Zuschauern zum Störenfried
Nr.1 erklärt. Aber mal ehrlich, es hat sich doch
gelohnt, oder?
Als kleine Revanche bringe ich ihn vor „Reflection“
so richtig ins Schwitzen, in dem ich bewusst vor ihm
posiere und er so plötzlich zum Mittelpunkt der
Show wird. Er war darüber sehr überrascht
und irritiert, wie er mir nachher erzählt. Da ist
er aber nicht der Einzige, denn auch Holger muss heute
dran glauben. Unter Gelächter der Zuschauer lasse
ich ein gemeinsames Bild von ihm und mir machen. Holger
selbst bleibt aber stark und
verzieht keine Miene. Für`s Lachen werde er schließlich
nicht bezahlt, so seine Erklärung. Dass Anwälte
immer gleich alles so wörtlich nehmen müssen!
Heute Abend geben wir sehr viele Autogramme und lächeln
(auch nach dem Konzert) in diverse Kameras. Besonders
erfreulich ist, dass eine Gruppe aus Frankreich für
das Konzert angereist ist, für die ich schnell
Holger aus dem Backstageraum hole, damit er im Namen
der gesamten Truppe mit Französischkenntnissen
prahlen kann. Wir stehen bestärkend und nickend
daneben. „Je m`appelle... la danse sur la corde“,
aber das sagte ich ja bereits.
Sonja
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