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Wuppertal, 01.02.2008 »


Die Kranken sind gesundet! So steht dem gemeinsamen Konzertwochenende nichts mehr im Wege. Wir verstauen (fast!) alles (wie wir später feststellen) in unser bereits vertrautes PERSEPHONE Tourmobil und treten die Fahrt nach Wuppertal in sehr kleiner Runde an. Johannes, voller Tatendrang, vertraut auf die Schnelligkeit der Deutschen Bahn und versucht so, kostbare Zeit zu sparen. Ebenfalls mit der Bahn reist der Lord von Leipzig an.
Holger schläft kurz nach Fahrtantritt ein, und ich gehe im Geiste noch mal alle Songs durch – ein kleines Ritual, das ich mir wohl nie abgewöhne, egal wie viele Konzerte wir haben und wie oft wir die Songs schon gespielt haben.
Wir kommen so gut voran, dass wir beschließen den nachmittäglichen Kaffee lieber im Rex-Theater, als auf einer Raststätte zu trinken und fahren ohne Pause auf direktem Weg gen Wuppertal. Wir umrunden bereits zum zweiten Mal das Rex-Theater, bis uns schließlich Fans, die bereits mit CDs und Fotos vor dem Eingang auf uns warten, den Weg weisen.
Die Freude über die Fans, vor dem Bühneneingang wird allerdings durch die Tatsache getrübt, dass sie gar nicht vorhaben das Konzert am Abend zu besuchen. Während ich den Autogrammsammlern verständlich mache, dass wir das gar nicht gut finden, hilft uns das zuvorkommende Rex-Theater Team beim Ausladen unseres Equipments.
Wir sind begeistert von der sehr gemütlichen und intimen Atmosphäre des Theatersaals. Die Bühne scheint wie für uns gemacht zu sein. Als ich die Kerzen auspacke, bemerke ich, dass wir den dazugehörigen Kerzenständer zu Hause vergessen haben, was mich sehr ärgert. „Wir können ja morgen den kleinen Umweg machen und ihn holen, damit er wenigstens in Stuttgart dabei ist.“ Schnell versuchen mich die Herrn mit geballter Manneskraft von dieser Idee abzuhalten und John spricht schließlich die weisen und Trost spendenden Worte, die auch mich überzeugen: „Heute hätten wir den Ständer sowieso nicht verwenden können, da er den Bühnenaufgang verstellen würde.“
Nun gut, das klingt logisch, aber über Stuttgart sprechen wir noch! Nicht ohne meinen Kerzenständer! Die Bühne sieht selbstverständlich auch ohne sehr schön aus, was vor allem am tollen Licht liegt, das die sehr nette Lichtdame des Theaters für uns auf die Bühne zaubert.
Das Konzert macht sehr viel Spaß. Es ist schön zu bemerken, dass wir mittlerweile sehr gut aufeinander eingespielt sind und sich, zu meiner persönlichen Freude, der Wahnsinn bei gewissen Liedern noch besser entfalten kann! Unter lautem Beifall stimmen wir die Zugabe an - der endgültige Beweis für mich, dass die vielen Tees mit Honig ihre Wirkung zeigen und meine Stimme wieder zurück ist. In diesem Sinne gehen wir nach dem Konzert gleich zum Bier über, lernen Johannes Schwester und Holgers Arbeitskollegen kennen, treffen auf Manager Stephan und auch Hagen – ja, bei uns sind Kühe noch heilig! – bekommt Besuch einer Dame und soll an diesem Abend nicht leer ausgehen: Schließlich überreicht sie ihm ein Geschenk, das sein Leben verändert, aber darüber wird er Euch sicher selbst berichten...

Sonja

   
             
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