««  
Wien, 26.01.2008 »


Am nächsten Morgen fühle ich mich nach einer heißen Dusche etwas besser.
Die Fahrt nach Wien verläuft wie erwartet sehr entspannt. Es ist nun nicht mehr so weit, außerdem haben wir noch viel Zeit bis zum Soundcheck im Schloss Neugebäude.
Es gibt sogar wieder Pausen auf der Fahrt. Holger deckt sich mit tschechischen Köstlichkeiten ein und Johannes gibt mir auch eine seiner bunten Tabletten, die sehr zu seinem Leidwesen, bei mir besser wirkt.
In Wien angekommen, bringen wir Johannes zuerst ins Hotelzimmer, damit er sich vor dem Konzert noch ein bisschen ausruhen kann. Obwohl mir das auch nicht geschadet
hätte, begleite ich den Rest der Truppe in unser Wiener Lieblingslokal, das Concordia. Während es mit mir nach und nach Berg ab geht, blüht Holger vor dem Riesen-Schnitzel auf seinem Teller erst richtig auf.
Im Schloss werden wir bereits von Veranstalter Michael erwartet.
Nachdem wir alles aufgebaut haben, stößt auch Johannes eingemummt in einen dicken Wollschal, der mich vor Neid erblassen lässt, wieder zu uns... Der Soundcheck beweist mir leider, dass es mir gar nicht gut geht und ich mit meiner Stimme heute sehr haushalten muss.
Wir sind nur durch einen Paravent vom Publikum getrennt und hören wie sich der Saal langsam füllt. Viele Bekannte, Verwandte und Freunde besuchen das Konzert, was mich sehr freut und schließlich noch nervöser macht!
„Strange“ - Die Stimme hält! – Anfangs fällt es mir ein wenig schwer mich zu konzentrieren, da die Fotografen nicht gerade grazil unterwegs sind und so öfter Störgeräusche unsere leisen Passagen durchbrechen... auch ist das Singen heute sehr anstrengend für mich, dafür wirken die schmerzverzerrten, verzweifelten Gesten bestimmt umso schockierender....was mich dann auch wieder freut!
Bevor es zum zweiten Mal an diesem Tag ins Concordia geht, wo uns bereits eine größere Gesellschaft erwartet, trennen Holger nur noch ein paar Interviewfragen von Riesen-Schnitzel NR.2. Eine Freude wie gut die Österreichische
Küche bei der Gruppe ankommt. Nichts anderes habe ich erwartet. Ich würde mich gerne noch mehr über den sehr gelungenen und gemütlichen Ausklang dieses Tages erfreuen, aber irgendwie hat mich das Konzert wohl doch mehr mitgenommen als ich dachte und so genieße ich den Abend schweigend mit einer Tasse Tee.
Nach einer sehr kurzen Nacht, machen wir uns aller Sturmwarnungen zum Trotz auf den Heimweg. Unliebsam wird unser Auto auf der Autobahn hin und her geschaukelt, während ich krampfhaft versuche, die Beifahrertür festzuhalten.
Viele Stunden später kommen wir zum Glück dennoch wohlbehalten und mit allen Türen zu Hause an. Für Johannes und mich steht erstmal Auskurierten auf dem Programm, schließlich müssen wir nächste Woche wieder fit sein!

Sonja

   
             
Impressum (c) by PERSEPHONE - All rights reserved