Mit
Freude blickten wir dem Auftritt in Aschaffenburg entgegen,
der den Abschluss dieses ereignisreichen Jahres bildete.
Bereits im Sommer trafen wir uns mit Veranstalter Stephan,
den wir schon seit unserem Konzert in Ranstadt kennen,
Gwydion von der Band DIODATI und Bright Light Label-Chef
Sebastian zu einer Besichtigung der Schlosskapelle und
waren geradezu entzückt von dem Ambiente und der
Akustik.
Wir waren uns einig: Das wird sicher ein sehr schöner
Konzertabend.
Darauf mussten wir natürlich gleich einen Trinken
– einen Latte Macchiato. Hoch die Tassen!
Genauso entspannt wie die Vorbereitungen, war auch der
gesamte Konzerttag. Wir verabredeten uns mit Holger,
Johannes und John bereits am frühen Nachmittag,
um noch mal einige Songs durchzugehen. Alles lief bestens,
weshalb wir überraschend früh die Instrumente
zur Seite legten, um uns auch mental auf das Konzert
vorzubereiten. John machte seine paar Yoga-Übungen,
Holger verfolgte ganz aufgeregt ein Fußballspiel
im Radio und seufzte nur hin und wieder dramatisch auf,
während Martin, Johannes und ich beim Kaffeeklatsch
saßen, als uns Stephan und Sebastian abholten.
Das ist mal ein Service an das wir uns gewöhnen
könnten!
In der Kirche angekommen, schleppten wir erstmal unsere
Instrumente auf die "Bühne" und spielten
einige Songs an, um uns abermals von der hervorragenden
Akustik zu überzeugen. Kurz nach unserem Eintreffen
stießen auch DIODATI zu uns, weshalb wir gleich
Gwydion in Beschlag nahmen und unsere gemeinsame Zugabe
"Perfect Strangers" intonierten. Nachdem auch
DIODATI einige Lieder anspielten war es auch schon an
der Zeit, uns in den Backstagebereich, der sich über
dem Altar, also über der "Bühne"
befand, zurückzuziehen.
Kurze Zeit später begannen DIODATI mit ihrer Darbietung,
unterstützt von der bezaubernden Nicole, die für
die erkrankte Sängerin der Band eingesprungen war.
Gespannt lauschten wir den Klängen der Musik, hatten
aber gleichzeitig die Aufgabe uns für unseren Auftritt
fertig zu machen, was gar nicht so einfach war. Nachdem
wir uns ja über der Bühne befanden, mussten
wir sehr leise sein, um das Konzert nicht zu stören,
außerdem war es recht dunkel...
Nachdem nun Holger mein Kleid, ich seinen Anzug und
Johannes sein Hemd verkehrt an hatten, Martin den Kontrabass
und John ein Cello in der Hand hielt, machte sich dezente
Nervosität breit... Alles gar nicht so einfach,
vor allem das Leise sein -)
Noch drei Songs: Langsam wird's ernst! Diesmal waren
wir alle besonders nervös. Es befanden sich nämlich
einige Verwandte und Bekannte im Publikum, deren Blicke
ja bekanntlich besonders kritisch sind: Martins Eltern,
Holgers Schwester und sogar CASHMA HOODY-Fans, die John
mal in einer für sie ganz anderen Rolle erleben
wollten.
Schwungvoll (für unsere Verhältnisse, versteht
sich) begannen wir das Konzert und sorgten mit "Reflection",
sowie vorangegangenem Intro für ausgelassene Stimmung
im Publikum, was bei unseren Konzerten eher selten vorkommt,
weshalb es in diesem Bericht explizit erwähnt sei.
Besonderen Spaß machte auch unsere Chor-Version
von "The End of the World", die das Publikum
gegen Schluss des Konzertes noch mal richtig überraschte.
Alles in allem ein sehr gelungenes Konzert, mit dem
wir sehr zufrieden waren.
Danach blieb allerdings nicht viel Zeit zum Entspannen,
schnell mussten wir die Schlosskapelle räumen,
da das Personal der Schlossverwaltung natürlich
auch nach Hause wollte.
Wir setzten uns danach noch in einem Lokal zusammen,
das leider nicht
so gemütlich war. Wir waren alle sehr hungrig,
doch leider gab es nichts mehr zu Essen. Schließlich
nahm Holger die Sache in die Hand und schmuggelte einen
Döner ins Lokal und aß diesen mit Genuß.
Johannes verflogte das Jazz-Festival im Radio, Martin
und ich plauderten noch kurz mit Bekannten, als uns
geschlossen die Müdigkeit übermannte. Sebastian
und Stephan setzten uns sicher wieder zu Hause ab und
halfen noch unsere Sachen zu verstauen.
So ging ein gemütlicher, aufregender und zugleich
sehr erfolgreicher Konzertabend zur Neige, der auf jeden
Fall Lust auf zukünftige Auftritte macht. Bevor
PERSEPHONE allerdings wieder auf die Welt der Lebenden
zurückkehren, ziehen sie sich erstmal in die Unterwelt
zurück um an neuen Songs zu arbeiten...
Sonja