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31. August
"9:13 Uhr"
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Wernigerode, 01./02.09.2006
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09:13 Uhr: Die letzte Zigarette vor Reiseantritt
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Mit von der Partie: Hagen, der Sonja und Martin, die
am ersten Probentag erstmal ohne Holger, Johannes und
John auskommen müssen, seelischen Beistand leisten
soll... |

Hagen sieht das allerdings eher gelassen. Der hat leicht
reden -) |

Der Blick aus dem Fenster führt über das Cello...
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"Ankunft" |
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Ankunft in Wernigerode...
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Nachdem Sonja und Martin ihr Zimmer im netten Johannishof
bezogen haben, geht`s auch sogleich weiter zur Probe. Sonja
übt schon mal. Schließlich fehlen heute zwei Cellisten.
Trotzdem, so wird das nichts...
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...wir sollten das doch lieber den Herren der Schöpfung
überlassen.
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"Probe die 1." |
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14:30 Uhr Probe im fürstlichen Marstall
"Schon lange war ich nicht mehr
so nervös. Das Herz schlug mir bis zum Hals, als Martin
und ich den fürstlichen Marstall betraten, um die Stücke
erstmals gemeinsam mit dem Orchester zu proben. Im Marstall
angekommen lernten wir sogleich den charismatischen Dirigenten
Othmar Mága kennen, der für seinen erkrankten
Neffen Christian Fitzner, den Takt angeben sollte. Trotz der
Anspannung, die die gesamte Probe hindurch anhielt war es
ein unbeschreibliches Gefühl unsere Lieder zum ersten
Mal vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode gespielt
zu hören. Bei meinem Lieblingsstück „Black
Widow“ waren die Musiker zum Teil verwirrt, da sie nicht
wussten, ob die schrägen Töne beabsichtigt waren...
Martin und ich konnten ihnen die Unsicherheit allerdings mit
einem breiten Grinsen und Ausrufen der Begeisterung nehmen."
Sonja
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 Erleichterung
nach der Probe! (auch wenn die Euphorie auf dem Bild nicht
so rüberkommt)
Für Sonja und Martin gibt es allerdings nur eine kurze
Verschnaufpause. Nach einem schönen Spaziergang durch
das sonnige Wernigerode, steht eine Beleuchtungsprobe im Mercedes
Benz Autohaus auf dem Programm. Richtig entspannen können
Sonja und Martin erst beim Abendessen, das sie bei einem netten
Italiener einnehmen.
Man hat die Beiden übrigens belauscht und man berichtet,
dass sie noch zur späten Stunde Holger anriefen, um ihn
noch mal ins Gebet zu nehmen: „Die Probe beginnt pünktlich,
daher keine Stops bei Burger King!“...unmenschlich,
die Beiden...
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1. September
"Unmenschlichkeit" |
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Zum Thema Unmenschlichkeit: Während
der Rest der Band unter Androhung von Burger King-Entzug zur
Probe unterwegs ist. Schlendern Sonja und Martin gemütlich
durch die Altstadt...

Johanniskirche
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Altstadt Wernigerode
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Mit der Bimmelbahn geht es hoch zum Schloss, wo sie bereits
von Schlossherrn Christian Juranek erwartet werden.
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"Probe die 2., Teil
1" |
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Schloss von und Ausblick auf Wernigerode |
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Spiel und Spaß für die ganze Familie
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Schluss mit lustig! Vor der Probe im Mercedes Benz Autohaus
Wernigerode

Holger und Juana fanden die Fahrt auch nicht lustig und irgendwie
sieht Holger verdammt hungrig aus!
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"Ich glaub` ich fahr` dann mal wieder!"
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Zu spät! Sonja ist bereits im Gespräch mit Dirigent
Othmar Mága...
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...und das Orchester ist auch schon da!
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"Probe die 2., Teil
2" |
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"Na, dann wollen wir mal. Bleibt ja wieder alles in mir
hängen!"
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Soundcheck und Probe im Autohaus. Die letzte
Probe vor dem Konzert!
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"1. Konzert" |
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 Auftritt
PERSEPHONE im Mercedes Benz Autohaus Wernigerode
"War das aufregend, zum ersten Mal mussten wir ohne
die Chefs losfahren, denn die waren schon dort. Aber jeglicher
Versuch, dies auszunutzen und ausgiebige Burger King Pausen
einzulegen, wurden unterbunden. Ein straffer Zeitplan zwischen
Bus abholen und Anwesenheitspflicht ließ keinen Raum.
Die Kontrollanrufe mal ganz außer Acht gelassen...
Doch sind das nur verschwindend geringe Kleinigkeiten. Gab
es doch abends ein Riesensteak.
Und dann natürlich die Generalprobe und das Konzert.
Was soll ich dazu sagen? Sämtliche Gefühle widerzuspiegeln
fehlt mir die Zeit und wenn ich einfach nur erzähle,
was für ein grandioses Gefühl das ist, das Riff
von Black Widow gegen das komplette Orchester zu schrubben,
so gibt es leider nur noch 2 andere Cellisten auf der Welt,
die dies nachempfinden können. Doch all denen, die das
nicht miterleben konnten sei gesagt: Ihr tut mir leid. Hoff
ich doch für uns alle, dass dies nicht der letzte Auftritt
mit dem Philharmonischen Kammerorchester war."
Holger
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2. September
"Erholung" |
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Der Johannishof; Nach einem gemeinsamen Frühstück
erkunden Holger und Juana die Innenstadt.
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Unter dem Motto: „Man weiß ja nie, wann wieder
Zeit zum Essen ist...“ gibt sich Holger den Wernigeröder
Köstlichkeiten hin.
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In der Zwischenzeit wird John von einer Glückshexe in
eine kleine Seitengasse gelockt und mit Eiscreme verführt...
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...und plötzlich sieht alles irgendwie bunter aus.
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"Gute Miene..." |
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Nachdem sich die Truppe vom Erholen erholt
hat, geht`s auch schon weiter gen Schloss. Mittlerweile steht
nämlich fest, dass das Konzert im Innenhof stattfinden
wird. Das Wetter sieht bis dahin auch sehr zuverlässig
aus.
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Bitte recht freundlich!
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Die Vorbereitungen für den Konzertabend laufen bereits
auf Hochtouren.
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"Die Flut" |
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Kurzer Soundcheck im Schlossinnenhof
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Letztes Bild mit lachender Sonja
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Letztes Bild vor dem Regen
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Und dann kam der Regen und mit ihm die Hektik
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Alle Instrumente und Mikros wurden schnellstens in Sicherheit
gebracht
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Laut der hiesigen Wetterexperten soll es sich jedoch nur um
einen kurzen Schauer handeln
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Zum Glück ziehen die Regenwolken weiter
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"Toi, toi, toi" |
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Mit kurzer Verzögerung beginnt das Konzert auf dem Schloss
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Der erste Teil des Konzertabends verläuft erfolgreich,
aber dann:
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...wieder Regen!
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Da hilft nur noch ein Stoßgebet - oder die Glückshexe
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Banges Warten... Doch die Wettergötter sind gnädig
und dem Auftritt von PERSEPHONE steht nun nichts mehr im Wege.
Toi, toi, toi!
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Impressionen |
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Jetzt soll ich auch noch was zum Konzert schreiben wo
doch alles so schön war und eigentlich gar nichts mehr
zu sagen gibt. Ausserdem weiß ich ja gar nicht was die
anderen schon alles losgelassen haben und hab ich nicht erst
vor gut anderthalb Jahren was geschrieben? Immer diese Schulaufsätze
nach dem Ausflug.
Na ja ein bischen extra war "Persephone goes Orchestra"
schon. Martin hatte sich mit seinen Arrangements ins Zeug
gelegt und es ging alles auf. Auch das Orchester mit seinem
kurzfristig eingesprungenen Dirigenten hat sich nicht lumpen
lassen und hat neugierig und engagiert Martins Noten in packende
Musik umgesetzt.
Besonders schön war, dass wir das zweite Konzert, allen
Wetterwidrigkeiten zum Trotz, draussen im Hof des Schlosses
veranstalten konnten. So kam eine richtige "Last Night"
Stimmung auf und nicht zuletzt unser Part konnte visuell und
akustisch vom aufkommenden Wind profitieren.
Hier nochmal besten Dank an das Org-Team, das mit Wetterdienst
und Handtüchern das Open- Air-Event abgesichert hat.
D. w. d. w. h..
Bis die Tage,
Johannes
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Es ist schon ein seltsames Gefühl: Da sitzt man tage-
und wochenlang im heimischen Studio und modelt die Songs für
Orchester um, hört zum tausendsten Mal gegen, ob auch
jede Stimme passt, man nichts vergessen hat, oder ob hier
und da vielleicht doch ein paar Noten zu viel sind, und dann
sitzt man plötzlich vor dem Orchester und die Damen und
Herren spielen ihre Stimmen, als wäre es das selbstverständlichste
der Welt – ist es auch – für sie. Für
mich jedoch ist es etwas ganz besonderes. Zu merken, dass
es genauso funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben
ist wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen –
ein großes Geschenk. Und das genieße ich in vollen
Zügen. Traumwandlerisch und von einer seltsamen Leichtigkeit
erfasst, verfliegt die Zeit zwischen Probe, Konzert, gemütlichem
Beisammensein, Schlaf, Frühstück, Fotoshooting,
Soundcheck, Konzert… Das liegt vielleicht auch teils
an der Souveränität des Dirigenten: Othmar Mága,
der für seinen erkrankten Neffen Christian Fitzner einspringt,
leitet die Konzerte zielsicher und spannungsgeladen von Anfang
bis Ende – und das scheint mir persönlich einen
Teil der Verantwortung abzunehmen. Vielleicht liegt es auch
an der Begeisterung, die die Band erfasst – allen voran
John, der dann noch scherzhaft meint, dass es vermutlich keinen
im Orchester gibt, der je daran gedacht hätte mal ein
Stück mit Djembe zu spielen.
Tatsache bleibt jedoch, dass in diesen 2 ½ Tagen ein
Traum in Erfüllung gegangen ist. Und dieses Gefühl
lässt mich nicht los. Ein sehr angenehmer Kokon ist das,
der mich umhüllt und die gesamte Heimfahrt begleitet,
die ich sehr genieße: das Wetter ist, zumindest bis
kurz vor Frankfurt, sehr herbstlich, kühl und verregnet.
Dann, zu Hause angekommen, eine Schwüle, die so gar nicht
passen mag zu den Ereignissen der vergangenen Tage. Jetzt
ist klar: Der Traum ist vorbei.
Martin
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...vielleicht war es das Versprechen der alten Wernigeröder
"Glückshexe", die mir am Samstag versicherte,
dass ich nach dem Kauf ihrer Eiscreme den ganzen Tag Glück
haben werde und es somit am Abend nicht wirklich geregnet
hatte. – Danke.
Jedenfalls haben mich die orchestralen Klänge noch bis
ins Schlummerland begleitet...
John
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