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München, 20.05.2006 »


Um 10.00 Uhr läutete uns der Wecker unliebsam aus dem für unseren Geschmack viel zu kurzen Schlaf. Nachdem wir uns alle ein wenig frisch gemacht hatten, wollten wir eigentlich zu Jochen aufbrechen, wo uns ein leckeres Frühstück versprochen wurde. Es gab da nur ein kleines Problem: Wir waren eingeschlossen! Die Mieter des oberen Stockwerks wussten nicht, dass wir da waren und schlossen die Haustür ab und Jochen hatte vergessen uns den Schlüssel des Hauses zu geben.
Schließlich lotste uns Jochens Frau Gudrun per Telefon über den Keller, durch die Scheune aus dem Haus. Sie war nur nicht sicher, wo sich der hauseigene „Wachhund“, den wir schon in der Nacht furchterregend bellen hörten, befinden würde...
Martin war bereits in Sicherheit, während Holger todesmutig den Rest der Truppe aus dem Haus und durch den Garten führte. Geschafft. Nach dem Frühstück im Schoberth`schen Domizil brachen wir gemeinsam gen München auf.
Die bayrische Hauptstadt zeigte sich erstmal von ihrer regnerischen Seite. Schnell luden wir das Auto aus und schafften erstmal alles in die Location. Der Techniker des Hauses war bereits dabei die Bühne vorzubereiten und das Licht einzurichten. Auch für das letzte Konzert dieser kleinen Tour mussten wir uns mit neuen und wieder völlig anderen Gegebenheiten vertraut machen: Anfangs war es fast ein bisschen ungewöhnlich auf der hohen Bühne zu stehen. Immerhin waren die letzten Konzerte in Kirchen oder Konzertsälen, die über keine Erhöhung verfügten. Wir überlegten kurz, ob wir verstärkt oder wie gewohnt unverstärkt spielen sollten, doch Techniker Stefan hatte eine andere Idee: Er platzierte Mikros über uns, wie es auch bei klassischen Konzerten üblich ist. Somit waren wir zwar verstärkt, konnten uns allerdings wie gewohnt frei bewegen. Wir kamen mit dem Soundcheck und den Bühnenaufbauten sehr gut voran, alles lief sehr entspannt. Am Nachmittag lernten wir dann auch Holgers Schwester kennen, die mit ihren beiden Kindern vorbei kam und eine tolle Schokolade-Torte mitbrachte, was ihr viele Sympathie-Punkte einbrachte -) Holger verbrachte die freie Zeit vor dem Konzert im Kreis der Familie, während sich Leseratte Johannes mit seinem Buch zurück zog. Martin und ich schnappten kurz frische Luft, mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne zeigte sich...
Langsam füllte sich der Konzertsaal, und wir zogen uns inzwischen in den Backstageraum zurück, der sich über den Zuschauern befand.
BELLA DONNA betraten die Bühne und begeisterten abermals das Publikum mit ihren Songs.
Unser Konzert verlief auch sehr gut. Anfangs
hatten wir allerdings mit dezenten Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Bühne war recht groß und manchmal war es schwierig, den Kontakt zueinander aufrecht zu erhalten. Nach kurzer Zeit haben sich unsere Ohren aber scheinbar daran gewöhnt und alles verlief sehr zu unserer Zufriedenheit. Am Schluss des Konzerts überreichte uns der Veranstalter sogar eine Rose, was uns besonders freute.
Kaum von der Bühne machten wir uns auch schon bereit für ein Interview mit SchattenTV, das sehr ungezwungen und nett verlief.
Danach verstauten wir wieder alles im Bandmobil und machten es uns in der Küche des Specataculum Mundis gemütlich, wo wir von Stefan und dem Veranstalter mit einem Mitternachts-Snack verwöhnt wurden, bevor wir uns nach Bayreuth aufmachten, um dort erneut Quartier zu beziehen.
Am nächsten Tag trafen wir uns abermals zu einem gemeinsamen Frühstück und ließen vor unserer entgültigen Heimreise die beiden Wochenenden Revue passieren...


Sonja

   
             
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