Um 10.00 Uhr
läutete uns der Wecker unliebsam aus dem für
unseren Geschmack viel zu kurzen Schlaf. Nachdem wir
uns alle ein wenig frisch gemacht hatten, wollten wir
eigentlich zu Jochen aufbrechen, wo uns ein leckeres
Frühstück versprochen wurde. Es gab da nur
ein kleines Problem: Wir waren eingeschlossen! Die Mieter
des oberen Stockwerks wussten nicht, dass wir da waren
und schlossen die Haustür ab und Jochen hatte vergessen
uns den Schlüssel des Hauses zu geben.
Schließlich lotste uns Jochens Frau Gudrun per
Telefon über den Keller, durch die Scheune aus
dem Haus. Sie war nur nicht sicher, wo sich der hauseigene
„Wachhund“, den wir schon in der Nacht furchterregend
bellen hörten, befinden würde...
Martin war bereits in Sicherheit, während Holger
todesmutig den Rest der Truppe aus dem Haus und durch
den Garten führte. Geschafft. Nach dem Frühstück
im Schoberth`schen Domizil brachen wir gemeinsam gen
München auf.
Die bayrische Hauptstadt zeigte sich erstmal von ihrer
regnerischen Seite. Schnell luden wir das Auto aus und
schafften erstmal alles in die Location. Der Techniker
des Hauses war bereits dabei die Bühne vorzubereiten
und das Licht einzurichten. Auch für das letzte
Konzert dieser kleinen Tour mussten wir uns mit neuen
und wieder völlig anderen Gegebenheiten vertraut
machen: Anfangs war es fast ein bisschen ungewöhnlich
auf der hohen Bühne zu stehen. Immerhin waren die
letzten Konzerte in Kirchen oder Konzertsälen,
die über keine Erhöhung verfügten. Wir
überlegten kurz, ob wir verstärkt oder wie
gewohnt unverstärkt spielen sollten, doch Techniker
Stefan hatte eine andere Idee: Er platzierte Mikros
über uns, wie es auch bei klassischen Konzerten
üblich ist. Somit waren wir zwar verstärkt,
konnten uns allerdings wie gewohnt frei bewegen. Wir
kamen mit dem Soundcheck und den Bühnenaufbauten
sehr gut voran, alles lief sehr entspannt. Am Nachmittag
lernten wir dann auch Holgers Schwester kennen, die
mit ihren beiden Kindern vorbei kam und eine tolle Schokolade-Torte
mitbrachte, was ihr viele Sympathie-Punkte einbrachte
-) Holger verbrachte die freie Zeit vor dem Konzert
im Kreis der Familie, während sich Leseratte Johannes
mit seinem Buch zurück zog. Martin und ich schnappten
kurz frische Luft, mittlerweile hatte es aufgehört
zu regnen und die Sonne zeigte sich...
Langsam füllte sich der Konzertsaal, und wir zogen
uns inzwischen in den Backstageraum zurück, der
sich über den Zuschauern befand.
BELLA DONNA betraten die Bühne und begeisterten
abermals das Publikum mit ihren Songs.
Unser Konzert verlief auch sehr gut. Anfangs
hatten wir allerdings mit dezenten Schwierigkeiten zu
kämpfen. Die Bühne war recht groß und
manchmal war es schwierig, den Kontakt zueinander aufrecht
zu erhalten. Nach kurzer Zeit haben sich unsere Ohren
aber scheinbar daran gewöhnt und alles verlief
sehr zu unserer Zufriedenheit. Am Schluss des Konzerts
überreichte uns der Veranstalter sogar eine Rose,
was uns besonders freute.
Kaum von der Bühne machten wir uns auch schon bereit
für ein Interview mit SchattenTV, das sehr ungezwungen
und nett verlief.
Danach verstauten wir wieder alles im Bandmobil und
machten es uns in der Küche des Specataculum Mundis
gemütlich, wo wir von Stefan und dem Veranstalter
mit einem Mitternachts-Snack verwöhnt wurden, bevor
wir uns nach Bayreuth aufmachten, um dort erneut Quartier
zu beziehen.
Am nächsten Tag trafen wir uns abermals zu einem
gemeinsamen Frühstück und ließen vor
unserer entgültigen Heimreise die beiden Wochenenden
Revue passieren...
Sonja