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Gefrees, 19.05.2006 »


Gegen Mittag des 19. Mai machte sich eine Gruppe furchtloser Musiker auf den Weg in das sagenumwobene Gefrees. Noch nie zuvor hatten sie von dem mysteriösen Ort gehört.
Auf der Fahrt herrschte unsicheres Schweigen (abgesehen von den Blues Brothers, die munter „Shake A Tail Feather“ anstimmten) bei den Reisenden. Was mag dieses Konzert wohl bringen und vor allem, gibt es diesen Ort überhaupt?! Und tatsächlich: Plötzlich tauchte vor uns (quasi aus dem Nichts) eine Autobahnausfahrt auf, die uns nach Gefrees führen sollte. Dank der guten Beschreibung von BELLA DONNA-Bandoberhaupt Jochen Schoberth fanden wir auch das Pendragon ohne Schwierigkeiten.
Jochen und seine Mannen
waren bereits beim Soundcheck, als wir (später als gedacht) ankamen. Sogleich wurden wir von Besitzer und „Pfarrer, dem die Frauen vertrauen“ – Andy Lang aufs Herzlichste willkommen geheißen. Nachdem wir Andys Wohnzimmer als Backstageraum umfunktioniert hatten, war es auch schon für uns an der Zeit, alles für das Konzert vorzubereiten und uns mit der Akustik der ehemaligen Scheune vertraut zu machen.
Zugegeben: Es machte sich schon ein Unterschied zwischen den Räumlichkeiten in Hanau und Prag zum Pendragon bemerkbar, nichts desto trotz beschlossen wir, unverstärkt zu spielen, um die intime, gemütliche Atmosphäre, die schließlich den Charme des Pendragons ausmachen, zu unterstreichen.
Zuerst betraten Bella Donna die Bühne, während wir erstmal ein bisschen verschnauften und uns über Kaffee und Kuchen, den Andy für uns vorbereitet hatte, hermachten.
Zur späteren Stunde war es auch für uns soweit. Ein ganz seltsames Gefühl der Nervosität machte sich bei mir breit: Einerseits war ich recht entspannt, weil das Pendragon
eine sehr familiäre Atmosphäre schuf, andererseits wusste ich, dass es schwierig werden würde die Zuschauer zu fesseln, da die Bühne mitten im Raum war und das Publikum mehr oder weniger um uns herum saß.
Die Konzertbesucher nahmen uns sehr herzlich auf und spendeten kräftigen Beifall. Das Konzert machte uns sehr viel Spaß, auch wenn der Raum, auf Grund der Akustik, recht schwer zu „besingen“ war.
Nach dem Konzert ließen wir den Abend noch in einer kleinen, gemütlichen Runde ausklingen, wobei wir uns über das heimische Bier erfreuten. Holger war auch dem ein oder anderen Glas Whisky nicht abgeneigt, und für mich hatte Andy ein grünes (!) sekthaltiges Getränk bereitgestellt. Das nenne ich individuelle Betreuung -)
Schließlich brachte uns Jochen zu unserer Unterkunft. Das Haus wirkte in der Nacht ziemlich unheimlich und Jochen wollte auch sofort zu einer Gruselgeschichte ansetzen, die wir dann aber doch lieber erst nach unserem Aufenthalt hören wollten...
Wir bezogen unsere Zimmer und fielen alsbald in einen tiefen Schlaf.

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