Nun spielen
wir also wieder live. Erstaunlich, dass das letzte Konzert
schon ein halbes Jahr zurück liegt. Auch schön
zu sehen, dass wir nichts von unserer alten Form eingebüßt
haben, wie der Soundcheck zeigt (nach einem kurzen Crashkurs
im hauseigenen Klassenzimmer der Reinhardskirche). Zunächst
aber heißt es aufbauen: Stühle stellen, Merchandise
installieren et cetera. Außerdem müssen sich
BELLA DONNA ja auch noch einrichten, was sich anfangs
als ein wenig problematisch entpuppt, da sie ja nicht
rein akustisch spielen und wir erstmal alle Kabel verdecken
müssen. Schließlich haben wir auch das hingekriegt.
Der Konzertbeginn rückt immer näher. Zu Gast
beim Konzert ist heute auch Tim von Rochels (Angst im
Wald), der kurz bevor es losgeht noch einige Fotos von
uns macht. Wir spielen zuerst, da Sänger Jan von
BELLA DONNA noch im Flugzeug sitzt und später ankommt.
Das Konzert verläuft reibungslos, die Akustik begünstigt
wuchtige Songs wie „The Man Who Swallowed My Soul“
oder „Black Widow“, bei denen John
gehörig in die Trommeln haut, aber auch zarte,
filigrane Momente gewinnen an Wirkung durch den sehr
transparenten Klang, den die Reinhardskirche produziert.
Für diese Konzerte hat Sonja eine ganz besondere
Setlist zusammengestellt, die mit jedem Song an Intensität
und Wahnsinn gewinnt – das heißt für
mich: viel schrubben und sägen, bis die Finger
bluten. Am Ende, nach „Reflection“, läuft
sie dann – scheinbar schockiert von sich selbst
– panisch aus dem Raum. Erst zögerlich, dann
doch rauschend, honoriert das Publikum unsere Darbietung,
und wir spielen noch eine Zugabe, während der sich
mein kurz zuvor abgeklungener Krampf in den Fingern
wieder zu Wort meldet…
Nachdem auch BELLA DONNA gespielt haben heißt
es Sachen zusammen packen und abbauen. Hier noch mal
vielen Dank an die helfenden Hände, die uns unterstützt
haben. Schließlich finden wir uns im nahe gelegenen
Biergarten „Zum Spundloch“ ein, deren
gleichermaßen sehr bemühte und zuvorkommende
wie betagte Bedienung alles dran setzt, um 23 Uhr
noch ein paar Gerichte an den Start zu bringen. Am
Ende verabschieden wir uns voneinander bis zum nächsten
Tag...
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