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Wien, 03.12.2005 »


Bin supernervös, als wir ankommen und frage mich, ob wir noch genügend Zeit haben uns vorzubereiten. Dann fällt mir auf, daß ich mich um eine Stunde vertan habe und beruhige mich wieder. Es hat sich ausgezahlt, dass wir schon am Morgen hier waren, um alles einzurichten. Kommen sehr schnell voran und haben so noch genügend Zeit, uns zu sammeln. Johannes stöbert schon wieder in seinen Büchern. Streber! Der Herr Magister Weiss kündigt uns an. Finde ich sehr schön, so was. Das Konzert beginnt. Beinahe hätte ich mich sofort hingesetzt, dabei bleiben wir doch stehen, bis „Ihre Göttlichkeit“ vor uns Stellung bezogen hat – puuh – grad noch mal gut gegangen. Muss mir so was in Zukunft besser merken. Ich habe das Gefühl, wir sitzen in einem Papp-Karton, als wir anfangen zu spielen. Eine große Herausforderung also, die Akustik hier. Es läuft trotzdem alles gut, auch der Schweiß. Viele Freunde und Bekannte sind da, das macht’s nicht einfacher. Trotzdem können wir eine
gespannte Atmosphäre erzeugen, die dieses Konzert auch für uns wieder zu einem Erlebnis macht. Am Ende spielen wir dann noch „Perfect Strangers“ als Zugabe und ich darf wieder „solieren“. Cooler Song. Cooles Konzert. Danach angeregter Plausch mit den Gästen, den ich als sehr entspannend empfinde. Nach dem Zusammenpacken und der Heimreise gibt’s das dritte Frühstück, und dann ab in die Heia. Wir sind alle ziemlich hinüber, jedoch nicht in solch desolatem Zustand, wie ich ihn erwartet hätte. Okay, die ganze Schlepperei nervt schon ein wenig, aber dank aller Anwesenden haben wir das immer glatt über die Bühne bringen können.

Sonntag, 4.12.05

Erstes Frühstück um neun, Siebensachen packen um halb elf, Abfahrt um elf. Mit dabei: Iris, unsere nette Gastgeberin, die einige Tage bei uns verbringen wird. Auch mit dabei: „Kottan ermittelt“, der uns stets bei der Rückfahrt von Wien nach Hause begleitet. Könnte mich schepp lachen bei dem trockenen Humor. Tu ich auch, aber keiner lacht mit. Hab ich die Pointe falsch verstanden? Gar einen abartigen Humor? Ein Blick rechts, ein Blick auf die Rückbank. Das erklärt einiges: alle schlafen – mal wieder. Und mal wieder ich, der alleinig wacht und fährt. Naja, ich will’s ja auch nicht anders. So liefern wir alle wohlbehalten und wie gewünscht ab, dann neigt sich auch für mich dieses ereignisreiche Wochenende seinem Ende entgegen.

Martin

   
             
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