Gegen halb sieben liefen wir alle im Sinkkasten ein.
Martin und Johannes sogar schon zum zweiten Mal, da
nicht alle Instrumente und Bühnenaccessoires
ins Auto bzw. aufs Fahrrad passten. Ja, diesmal fuhren
wir nicht gemeinsam mit dem Bus, der alles und jeden
trägt. Diesmal spielten wir zu Hause.
Der Sinkkasten war uns Frankfurtern noch aus alten
Jugendtagen in Erinnerung. Doch ich persönlich
muss sagen, dass ich ihn heute sehr viel schöner
und gemütlicher fand als sonst. Auf der sonst
überfüllten Tanzfläche standen Tische
und Stühle, die für eine sehr angenehme
Atmosphäre sorgten. Auch die ausrangierten Kinosessel
in den hinteren Reihen trugen dazu bei.
Im Unterschied zu Leipzig hatten wir an diesem Abend
viel Zeit für einen Soundcheck, außerdem
hatten wir auf Grund der kleinen Bühne die Möglichkeiten
uns direkt zu hören.
Vor dem Konzert galt es erstmal sämtliche Freunde
und Eltern zu begrüßen. Sehr nett fand
ich an dieser Stelle, dass die Macherin einer Fanpage
von Johns CASHMA HOODY zum ersten Mal dessen düstere
Seite erlebte, während er genauso überrascht
war, sie auf unserem Konzert zu sehen.
Danach ging es zum Umziehen in den Backstagebereich.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie haben wir
ganz schön lange
gebraucht, so dass wir erst eine halbe Stunde später
begannen, als es eigentlich geplant war. Und dann saßen
wir auf der Bühne. Ich dachte, ich wäre viel
nervöser, wegen all der bekannten Gesichter unten
im Publikum. Doch die Tatsache, dass wir so nah beieinander
saßen, wie in den Proben und wir uns so gut hörten
und aus den Augenwinkeln perfekt sahen, ließ sämtliche
Nervosität verschwinden und es bestand nur noch
die Freude, ein Lied nach dem anderen zu spielen. Mittlerweile
sind mir die Stücke von "Atma Gyan" auch
genauso vertraut wie die von "Home". Selbst
das noch nicht veröffentlichte "Realm of Silence"
kam uns schon vor, wie ein alter Bekannter.
Die recht familiäre Atmosphäre im Sinkkasten
gab uns nach dem Konzert noch die Möglichkeit
mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Dabei
erfreute es uns sehr zu hören, dass es uns gelungen
ist, die Stimmung der Lieder dem Publikum genau so
zu vermitteln, wie wir es uns gewünscht hatten.
Der Abend ging dann wieder so zu Ende, wie er begonnen
hatte. Wir stopften alles in Martins Auto und daraufhin
fuhr jeder mit Auto, Bahn oder Fahrrad gemütlich
nach Hause.
Für das Konzert auf Schloss Wernigerode steht
die wie immer lustige Gruppenfahrt auf dem Programm…
Holger